Uhrenreparatur

Uhrenersatzteile

 In unserem Lager befinden sich mehr als 700.000 verschiedene Ersatzteile für Groß- und Kleinuhren.
Von Zifferblättern aus Emaille, Spindeluhrketten, Zylindern, Zeigern, bis zu elektronischen Modulen der neuesten Kleinuhrwerkegeneration, dazu Werkteile von AS bis ZODIAC.
Aus unseren Beständen können wir Ihnen sogar Rohtriebe, Pendelfedern, Echappements, Zierteile, Einzelteile für alte Pendeluhren und viele weitere Seltenheiten, liefern. Außerdem liefern wir Ihnen in Zusammenarbeit mit internationalen Uhrenmarken Werk- und Gehäuseteile für folgenden Marken:
  
   Adec
   Adidas
   Bruno Banani
   Bulova
   Casio
   Certina
   Citizen
   Eterna
   Fortis
   IWC
     Junghans
   Lorus
   Mido
   Omega
   Orient
   Pulsar
   Puma
   Roamer
   Seiko
   Tissot
Geschichte der B-Uhren  
 
B-Uhr steht für Beobachtungsuhr.

Die Uhren wurden von der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Mit Beschluss des Wehrwirtschaftsamtes wurden 1940 die verschiedensten Hersteller zur Produktion verpflichtet. Die Anforderungen des Reichs-Luftfahrt-Ministeriums (RLM) waren hoch.
Die B-Uhr wurde mit "FL 23883" klassifiziert, eine Nummer, die für Navigationsgeräte stand und auf der gegenüberliegenden Seie der Uhrkrone eingestempelt war. Jede einzelne Uhr musste vor der Auslieferung von einem amtlichen Prüfinstitut überprüft und mit einem Gangzeugnis versehen werden.

  Alle B-Uhren besitzen eine Unruhstoppvorrichtung, d.h. die Unruh wird bei gezogener Krone angehalten, damit man die Uhr zeitzeichengenau einstellen kann. Nach dem Drücken läuft die Uhr weiter. Die Uhren wurden über der Montur getragen und hatten einheitlich einen Durchmesser von 55 mm. Zum Tragen der Uhr diente ein doppelt genietetes Befestigungsband.


Äußerlich unterschieden sich die einzelnen Fabrikate kaum. Es gibt Beobachtungsuhren in den 5 nachfolgenden Bauarten:

- A. Lange & Söhne, Cal. 48/1

- International Watch Co. (IWC), Cal. 52

- Wempe, Cal. Thommen 31

- STOWA (Walter Storz), Cal. Unitas 2812

- LACO (Lacher & Co.), Cal. Durowe D5



Es gibt 2 gebräuchliche Zifferblattvarianten:

Das Baumuster A (von 1940 bis Januar 1941) hat die klassische Einteilung mit Angabe der Stunden 1 - 11 und ein Dreieck mit 2 Punkten anstelle der 12.

Das Baumuster B (ab Januar 1941) hat eine große Minuteneinteilung 5 - 55 und eine kleine Stundeneinteilung 1 - 12. Anstelle der "60" ist ein Dreieck mit Strich.

Als Gemeinsamkeit hatten alle Uhren Leuchtziffern und Leuchtzeiger mit aktiver Leuchtmasse (Radium) auf mattschwarzem Grund. Sehr markant war die griffige Uhrkrone, auf Grund der Form auch als Zwiebelkrone bezeichnet.
Die Uhrwerke waren sehr präzise gearbeitet in 13 - 22 Steine gelagert, für eine Armbanduhr sehr groß dimensioniert und mit Feinregulierung ausgestattet. Die Werke waren zum großen Teil mit Stoßsicherung ausgestattet.

Die Beobachtungsuhren sind heute begehrte Sammlerobjekte und erzielen Preise von 1.000,- bis 5.000,- € je nach Modell, Zustand und Erhaltungsgrad.


Armbanduhren-Gehäuse

Material und Oberfläche   
 
Das Material

Messing: gut formbar, preiswerte Versionen sind vernickelt, teurere auch mit hochwertiger Goldplattierung. 
Edelstahl: massiv, strapazierfähig, schweißbeständig - deshalb optimal für sportliche Uhren geeignet.
Titan: besonders leichtes, extrem zähes Metall mit hoher Festigkeit. Ideal für Uhrgehäuse und -bänder. Antiallergisch! 
Gold:  als kostbares Massivmaterial oder als Oberflächenbeschichtung verwendet. Meist galvanisch aufgetragen, spricht man bei stärkeren Vergoldungen von "plattiert" oder "Plaqué", bei Qualitätsuhren oft mit Angabe der Schichtdicke in "Mikron" (1 Mikron 1/1.000 mm) 
Silber:  edles Material für Uhren der oberen Preisklasse, i.d.R. gegen Anlaufen geschützt durch Feinsilber, Rhodium- oder Palladium-Beschichtung. 
 
Die Gehäuse-Oberflächen

Poliert: hochglänzend, bei Gehäusen und Bändern handpoliert. 
Mattiert/Satiniert:  seidenmatt, keine Lichtbrechung, meist mit Strukturrichtung: längs, rund oder quer.
Geschliffen: relativ raue Oberfläche, daher meist nur bei Böden oder Schließen.
Sandgestrahlt: mit Sandpartikeln unter Druck besprüht. Färbt metall dunkel, matt, kratzempfindlich.
Glasgestrahlt: mit Glasperlen unter Druck besprüht. Erzeugt helle Metallfarbe, leicht strahlend, kratzunempfindlich. 


Die Zeit zwischen zwei Vollmonden beträgt 29 1/2 Tage. Aus diesem Grund ist die Mondscheibe in zweimal 29 1/2 Mondtage eingeteilt. Die Zahl 0 bedeutet also Neu-mond, die Zahl 15 ist Vollmond und die Zahl 29 1/2 wieder Neumond. Dazwischen
liegt jeweils das "Erste" und das "Letzte Viertel". Die Mondscheibe soll immer nach rechts gedreht werden, jede Zacke des Zahnrades entspricht einem Mondtag.

Beim Ingangsetzen der Uhr bei zunehmendem Mond stellt man die Mondscheibe so
ein, daß die Zahl 29 1/2 oben in der Mitte des Kreisbogens steht. Dann zählt man
im Kalender die Anzahl der Tage bis zum Datum des Neumonds zurück. Um dieselbe Anzahl Zacken dreht man die Mondscheibe nach rechts. Erfolgt das Ingangsetzen
bei abnehmendem Mond, so ist die Zahl 15 in die Mitte des Kreisbogens zu setzen
und die Anzahl der Tage bis Vollmond zurückzuzählen.

Fall sich die Mondscheibe nicht drehen läßt (was vorkommen kann, wenn die Zahn-räder ineinandergreifen), so dreht man den Minutenzeiger ein paar Stunden weiter,
bis die Mondscheibe frei ist.

Wie wasserdicht ist meine Armbanduhr?   
 
Kennzeichnung Gebrauchshinweise
Keine Kennzeichnung Die Uhr ist nicht wasserbeständig und muß geschützt werden.
Waterresistant 30 m
3 ATM Für den alltäglichen Gebrauch geeignet (z.B. Wasserspritzer).
Waterresistant 50 m
5 ATM Eignet sich auch zum Baden und zur Autowäsche.
Waterresistant 100 m
10 ATM Eignet sich auch zum Wassersport.
Waterresistant 200 m
20 ATM Eignet sich auch zum Tauchen (ohne Ausrüstung).
Dichtungen verschleißen - bitte einmal jährlich kontrollieren lassen!